
Zusammenfassung
Methodik: Die Analyse basiert auf über einer Million Schweizer Stellenanzeigen aus dem Zeitraum September bis Dezember 2024. Mithilfe von Text Mining (Schlüsselwortanalyse und Named Entity Recognition) wurden Technologien identifiziert, die in Stellenbeschreibungen häufig im Zusammenhang mit zukunftsbezogenen Begriffen genannt werden. Anschließend wurde untersucht, in welchen Branchen diese Technologien nachgefragt werden, um ihre branchenübergreifende Robustheit und Zukunftsrelevanz zu bewerten. Die Verteilung der Technologien über verschiedene Branchen hinweg wurde mittels eines Entropiemaßes quantifiziert, um die Robustheit (d.h. die Breite der Relevanz) zu bestimmen.
Ergebnisse: Die Studie identifiziert 20 Technologie- und Innovationsfelder, die in Schweizer Stellenanzeigen besonders häufig im Zusammenhang mit zukunftsbezogenen Begriffen genannt werden. Die wichtigsten und branchenübergreifend robustesten Technologien sind:
- Cloud Computing
- Künstliche Intelligenz (KI)
- Maschinelles Lernen (ML)
- Automatisierung
Diese Technologien weisen die höchste Entropie auf und sind somit in vielen Branchen relevant. Weitere relevante Felder sind Big Data, Cybersicherheit, Internet der Dinge (IoT), Blockchain, Augmented/Virtual Reality, Robotik und Fintech. Technologien wie Nanotechnologie oder Smart Devices zeigen hingegen eine geringe branchenübergreifende Relevanz und werden hauptsächlich in einzelnen Sektoren nachgefragt.
Bedeutung und Beitrag: Die Studie liefert einen datenbasierten, objektiven Einblick in die technologischen Prioritäten der Schweizer Wirtschaft und ergänzt frühere, oft qualitative Trendstudien. Sie zeigt, dass insbesondere digitale Technologien branchenübergreifend als zukunftsrelevant eingestuft werden. Die Methodik ist sowohl für Forschende im Innovationsmanagement als auch für Praktiker (z.B. HR, Innovationsmanager) nützlich.

